
Links die Christuskirche,
in der Mitte das neue Gemeindehaus,
rechts die Wohnbebauung
Animation: Braunger Wörtz Architekten
Sind Sie hin und wieder in der Königstraße unterwegs? Fällt Ihr Blick dabei auf das Gemeindehaus und Pfarrhaus? Der Anblick dieser leer stehenden Gebäude kann einen schon wehmütig stimmen, waren sie doch vor kurzem noch voller Leben.
Seit April sieht man fleißige Helfer beide Häuser leer räumen. Über Jahrzehnte Angesammeltes gibt es zu sichten und sortieren, um dann zu entscheiden: aufbewahren oder entsorgen? Der Inhalt von zwei großen Müll-Containern wurde entsorgt. Unzählige Fuhren brachten Umzugskisten mit Aufhebenswertem nach Böfingen. Dort in den Kellerräumen der Auferstehungskirche lagern sie nun. Es war nötig, dass den Helfern der Zeitraum seit April zum Ausräumen zur Verfügung stand. Denn es zeigte sich, dass es weit mehr auszuräumen gab als die erste Übersicht verriet! Vielen herzlichen Dank den Helfern! Und auch der Böfinger Auferstehungsgemeinde für das „Zwischenlager“! Ebenfalls ein Dank gebührt unseren Gruppen und Kreisen, die für sich Unterbringungsmöglichkeiten in der Gemeindehaus-losen Zeit finden konnten!
Nun warten wir auf den Abrisstag. Dieser hat sich auf Grund des Genehmigungsverfahrens verzögert. Wir rechnen nun mit dem Abriss beider Gebäude im Oktober.
Mancher fragt sich: „Warum wird auch das Pfarrhaus abgerissen? Ist das wirklich nötig?“
Das Pfarrhaus hat eine umfangreiche energetische Sanierung nötig und die kostet viel Geld. Auf der Suche nach einem Standort für das neue Gemeindehaus bot sich der Grundstücksteil an, auf dem das Pfarrhaus steht. Der leicht aufzufindende Standort direkt an der Königstraße und die unmittelbare Nachbarschaft zur Christuskirche waren dabei wichtige Argumente. Kirche und Gemeindehaus rücken so näher zusammen (die Christuskirche hat keine Toiletten!). Aus dieser Nähe ergeben sich gute Möglichkeiten für das Gemeindeleben. Zum anderen besitzt die Gesamtkirchengemeinde Ulm, der alle kirchlichen Immobilien und Grundstücke gehören, im Ulmer Westen sechs Pfarrhäuser bzw. Pfarrwohnungen, aber nur noch vier Pfarrstellen: zwei in der Christus- und zwei in der Reformationsgemeinde. Sie hat die Pfarrhäuser unter beiden Gemeinden neu aufgeteilt. Das künftige Pfarrhaus für den „Pfarrbezirk Ost“ wird wegen seiner räumlichen Nähe zur Christuskirche das Pfarrhaus im Mettlachweg 2 (z. Zt. Reformationsgemeinde „Pfarramt West“) sein.
Die Summe aller dieser Überlegungen führte im Kirchengemeinderat und im Gesamtkirchengemeinderat zum Beschluss, das Pfarrhaus in der Königstraße aufzugeben. Am neuen Gemeindehaus wird es einen Wegweiser zu den beiden Pfarrhäusern der Christuskirchengemeinde geben.
Wenn alles nach Plan läuft wird das neue Gemeindehaus im Dezember 2012 bezugsfertig sein. Einen großen, mittels Faltwand teilbaren Saal wird es geben, ein Gemeindebüro, eine Küche und die benötigten Toiletten. Das Obergeschoss beherbergt einen Gruppenraum, ein Besprechungszimmer und einen Registratur- und Archivraum.
Ab September steht an der Christuskirche ein großer, freistehender Briefkasten. Hier können alle Briefe für das Gemeindebüro und das Pfarramt Ost (Pfarrerin Eisenreich) eingeworfen werden. Für Gottesdienstbesucher werden Toilettenhäuschen aufgestellt.
Diese Baumaßnahme bedeutet einen Kraftakt für unsere Gemeinde. Wir hoffen darauf, dass die Menschen, die nach Fertigstellung in der Königstraße unterwegs sein werden, mit der neuen Gestaltung des Areals schnell vertraut werden. Und es ist zu wünschen, dass das neue Gemeindehaus für viele Menschen zur neuen Heimat wird.




